EV-Ladepolitik verstehen: Vergleich UK, EU und Türkei
Das rasante Wachstum von Elektrofahrzeugen (EV) macht Ladeinfrastruktur zu einer strategischen Priorität für Regierungen weltweit. Politische Rahmenbedingungen bestimmen, wie schnell Netze ausgebaut werden, wie nachhaltig sie sind und wie zugänglich das Laden für Fahrer wird. In diesem Artikel vergleichen wir die Ansätze des Vereinigten Königreichs, der Europäischen Union (EU) und der Türkei.
Vereinigtes Königreich: OZEV und Netto-Null-Ziele
Das Vereinigte Königreich hat sich als Vorreiter bei der Einführung von EVs etabliert. Ab 2035 gilt ein Verkaufsverbot für neue Benzin- und Dieselautos. Die Office for Zero Emission Vehicles (OZEV) unterstützt diesen Wandel mit Zuschüssen für Ladepunkte zu Hause, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum.
-
Förderungen: Bis zu 75 % der Installationskosten.
-
Infrastrukturziel: 300.000 Ladepunkte bis 2030.
-
Schwerpunkt: Zugänglichkeit und Partnerschaften mit der Privatwirtschaft.
Europäische Union: AFIR und der Green Deal
Die Verordnung über Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) trat 2023 in Kraft und schreibt verbindliche Ziele für alle Mitgliedstaaten vor. Vorgesehen sind Schnellladestationen alle 60 km entlang der Autobahnen sowie eine deutliche Ausweitung in Städten.
-
Verpflichtende Standards: OCPP-Kompatibilität, Roaming-Zugang.
-
Ziele: Mindestens 1 Million öffentliche Ladepunkte bis 2025.
-
Rahmen: Klimaneutralität bis 2050 im Rahmen des European Green Deal.
Türkei: EPDK und lokaler Marktausbau
Die Türkei hat wichtige Schritte zur Regulierung des wachsenden EV-Marktes unternommen. Die Energie-Regulierungsbehörde (EPDK) hat eine Lizenzpflicht für Ladeanbieter eingeführt und damit einen geordneten und wettbewerbsfähigen Markt geschaffen. Mit der Einführung von TOGG steigt die Nachfrage nach Ladepunkten rasant.
-
Lizenzierung: Betreiber benötigen EPDK-Genehmigung.
-
Förderungen: Unterstützung für Ladepunkte in Einkaufszentren, Autobahnen und öffentlichen Bereichen.
-
Vision: Förderung sowohl lokaler Industrie als auch internationaler Investoren.
Vergleich der Ansätze
Während das Vereinigte Königreich und die EU auf groß angelegte Infrastruktur mit klaren Zielen setzen, konzentriert sich die Türkei auf Regulierung und lokale Produktion. Gemeinsam zeigen diese Ansätze die Vielfalt staatlicher Strategien zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen.
Click&Plug’s Ausrichtung
Click&Plug erfüllt internationale Standards (OCPP 1.6j, ISO 27001) und passt sich gleichzeitig lokalen regulatorischen Rahmenbedingungen an. Damit ist die Plattform ein starker Partner für Unternehmen, die grenzüberschreitend tätig sind.
